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Medienmitteilung von act now! | Freitag 15. Mai, 16:00 Uhr

 Aktivist:innen von act now! bei einer gewaltfreien Aktion an einer Eni-Tankstelle in Grandvaux  -   ©act now !

Viertes Sit-in von act now! an einer Tankstelle, diesmal in Grandvaux, nahe Lausanne


Nach Renens, Würenlos und Kriens handelt es sich um das vierte Sit-in, das  von der Bewegung für gewaltfreien Klimaaktivismus act now! im Rahmen der Frühlingsaktionen der Kampagne «Öl tötet» organisiert wird. Ihre Forderung an die Erdöl-Vereinigung (Avenergy) bleibt unverändert: wie auf Zigarettenpackungen einen Klimawarnhinweis an jeder Zapfsäule anzubringen, um über unsere lebensbedrohliche Abhängigkeit vom Erdöl zu informieren.

Corinne, 57, Teilnehmerin an der heutigen Aktion:
«Ich nehme heute an dieser Aktion teil, weil die Klimakrise eng mit fossilen Brennstoffen verbunden ist. Es ist nicht nur Aufgabe der jungen Menschen, sich für unser Überleben auf diesem Planeten einzusetzen, sondern es ist die Aufgabe aller, sich zu mobilisieren, um die Wahrheit zu sagen: Öl tötet!»

Riwal, 22 Jahre alt, Student der Nachhaltigkeitswissenschaften und Velo-Animator:
«Ich bin stolz darauf, heute hier zu sein, um auf die tödlichen Folgen des Erdöls aufmerksam zu machen. Erdöl tötet und schürt die Klimakrise, die jedes Jahr für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich ist. Ich selbst hätte bei den Überschwemmungen im Juli 2024 im Tessin beinahe eine mir nahestehende Person verloren. Es ist wichtiger denn je, sich zu mobilisieren, um gemeinsam aus dieser tödlichen Abhängigkeit herauszukommen.»

Heute gegen 13.40 Uhr begaben sich zehn Aktivist:innen zur Eni-Tankstelle an der Autobahn A9 zwischen Lausanne und Vevey auf Höhe von Grandvaux. Ausgestattet mit grossen Plakaten, die die tödlichen Folgen unserer Abhängigkeit vom Erdöl veranschaulichen – ähnlich den Warnhinweisen auf Zigarettenpackungen –, setzten sie sich friedlich neben die Zapfsäulen, ohne den Betrieb der Tankstelle zu behindern. 45 Minuten später und nachdem sie die Tankstellenleitung darüber informiert hatten, klebten die Aktivist:innen die Klimawarnhinweise an die Zapfsäulen, ohne dass die Mitarbeiter:innen der Tankstelle darauf reagierten.

Die Stimmung war ruhig, und die Autofahrer:innen zeigten sich grösstenteils verständnisvoll. Einige waren sogar bereit, einen Klimawarnsticker an ihr Auto zu kleben. Die Tankstellenmitarbeiter:innen liessen die Aktivist:innen eineinhalb Stunden lang ungehindert ihre Botschaft verbreiten und griffen nicht ein.

Eine einfache Forderung an den Dachverband der Erdölhändler

Die Aktivist:innen fordern von den Erdölhändlern und ihrem Dachverband, der  Erdöl-Vereinigung, eine einfache Geste: die Wahrheit zu sagen und – wie bei Tabakprodukten – Klimawarnhinweise an den Zapfsäulen anzubringen. 

Diese Warnhinweise, die sich an Anti-Tabak-Kampagnen orientieren, sollen informieren und unsere giftige und tödliche Abhängigkeit vom Erdöl verdeutlichen, damit jede:r eine fundierte Entscheidung treffen kann. Zudem sollen sie unseren Erdölverbrauch durch Anti-Werbung entnormalisieren. Die Umsetzung dieser einfachen Massnahme wäre ein Zeichen von Transparenz und Verantwortung gegenüber der Bevölkerung und künftigen Generationen. 

Dialogbemühungen in der Sackgasse

Briefaktionen, Telefonanrufe, Besuche in den Unternehmenssitzen: Dieser gewaltfreie Protest ist die Folge einer Reihe von Schritten, die in den letzten Monaten unternommen wurden, um einen Dialog mit den Erdölkonzernen in Gang zu bringen. Wir schlagen ihnen vor, sich an der Sensibilisierungskampagne zur Abhängigkeit vom Erdöl und den Gefahren, die es für das Klima und das Leben auf der Erde darstellt, zu beteiligen. Die meisten Unternehmen haben nicht geantwortet oder sich höflich geweigert, mit den Aktivist:innen ins Gespräch zu kommen, die sich nun an die  Erdöl-Vereinigung wenden, um ihre Forderung geltend zu machen.

act now! in Kürze

Bei act now! vereinen sich Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichem sozialen Umfeld im gewaltfreien Aktivismus. Gemeinsam arbeiten sie am sozialen Wandel, um das Leben der heutigen und zukünftigen Generationen zu sichern. Sie entwickeln ihre individuelle und kollektive Handlungskraft. Durch ihr Engagement schaffen sie Räume, die es vielen Menschen ermöglichen, sich auszudrücken, Freude zu erleben und sich zu engagieren – und das vor dem Hintergrund der aktuellen Klimakrise. act now! wurde von der Arbeit Dutzender Autor:innen, Aktivist:innen und Forscher:innen inspiriert. Diese Grundlagen haben sie dazu ermutigt, eine professionelle und in der Schweiz einzigartige Bewegung zu schaffen.

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